Künstliche Intelligenz ist in aller Munde – doch nur wenige Unternehmen sprechen über das, was davor kommt. Denn der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) entfaltet seinen echten Mehrwert erst dann, wenn Prozesse, Daten und Systeme sauber strukturiert sind. Auf der DIGITAL+ Konferenz der IHK Berlin und der HTW Berlin zeigte unser Kunde Kaymogyn, warum eine integrierte Systemarchitektur nicht das Ziel, sondern das Fundament für alles Weitere ist. Ein Praxisbeispiel dafür, wie aus Excel-Insellösungen eine skalierbare Plattformstrategie wurde – mit Odoo als integrierter Business-Software.
DIGITAL+ Konferenz: Impulse für KI und digitale Souveränität
Rund 500 Teilnehmende aus Berliner Wirtschaft, Hochschulen und Politik kamen zur DIGITAL+ Konferenz der IHK Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, Praxisbeispiele sichtbar zu machen – Unternehmen, die Digitalisierung nicht als Buzzword, sondern als strategische Entscheidung verstehen. Dabei wurde deutlich, dass digitale Souveränität für Unternehmen zunehmend zur Voraussetzung wird – also die Fähigkeit, Daten, Prozesse und Systeme selbstbestimmt und integriert zu steuern.
Der Geschäftsführer Mirko Wagner hat dort die Digitalisierungsstrategie der Kaymogyn GmbH vorgestellt – von den ersten Schritten bis hin zur klaren Vision einer KI-gestützten Zukunft. Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale Botschaft: KI ist kein Startpunkt. KI braucht ein Fundament.
Von Insellösungen zur integrierten Plattform
Kaymogyn ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Berlin-Pankow, gegründet 2002. Das Unternehmen vertreibt medizinische Hautschutz- und Intimpflegeprodukte unter der etablierten Marke Deumavan in der DACH-Region und weiteren europäischen Märkten.
Doch hinter der starken Marke stand lange eine fragmentierte Systemlandschaft:
- Access-Datenbank als CRM
- Bestandsführung und Inventur in Excel
- Versand- und Musterlogistik manuell organisiert
- Externer Telefondienst für Kundenberatung und Reklamationen
Das Ergebnis: hoher Koordinationsaufwand, Medienbrüche, fehlende Transparenz und keine konsolidierte Datenbasis.
Künstliche Intelligenz lebt von konsistenten, strukturierten Daten. Wenn Prozesse manuell, fragmentiert oder nicht standardisiert sind, fehlt die Grundlage für:
- Automatisierung
- intelligente Analysen
- Prognosen
- datenbasierte Entscheidungen
Viele Unternehmen stellen sich die Frage: Wie starten wir mit KI?
Die bessere Frage lautet: Sind unsere Prozesse überhaupt digital konsolidiert?
Odoo als Fundament für Wachstum und KI
Mit der Einführung von Odoo, umgesetzt gemeinsam mit Odoo Gold Partner Intero Technologies, entstand bei Kaymogyn eine zentrale Plattform, die sämtliche Kernbereiche miteinander verbindet:
- CRM und Vertrieb
- Einkauf und Lagerverwaltung
- Kundendienst und Hotline
- Fertigung (Paketzusammenstellung)
- Reporting und Dashboards
Statt Insellösungen entstand ein integriertes System – eine Business-Software, mit der alle Unternehmensprozesse abgebildet werden können.
Die messbaren Ergebnisse:
- Signifikante Erhöhung der Bestellungen
- Einsparung von Personalkosten
- Reduzierung der Retourenquote
- Automatische Bestandsverwaltung
- Inventur per Knopfdruck
Die Einführung von Odoo brachte Effizienz, Transparenz und Skalierbarkeit. Ein oft unterschätzter Effekt der Digitalisierung ist die verbesserte Zusammenarbeit.
Durch die zentrale Datenbasis bei Kaymogyn:
- sind alle Vorgänge systemseitig nachvollziehbar
- arbeiten Kundendienst und Logistik auf derselben Informationsgrundlage
- werden Entscheidungen datenbasiert getroffen
Erst diese Transparenz ermöglicht den gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz.
Konkrete KI-Anwendungsfelder auf Basis strukturierter Daten
Mit der konsolidierten Business-Software Odoo eröffnen sich für Kaymogyn konkrete KI-Szenarien:
- Nachfrage- und Bestandsprognosen
- Automatisierte Kundenkommunikation im Support
- Intelligente Bestellvorschläge
- Anomalie-Erkennung bei Retouren
- Assistenzsysteme für Vertrieb und Service
Hier wird deutlich: Künstliche Intelligenz ist kein Buzzword – sondern ein Produktivitätshebel.
Drei zentrale Erkenntnisse aus dem Projekt:
- KI ist das Ergebnis konsolidierter Prozesse und integrierter Systeme.
- Wer heute das Fundament legt, kann morgen KI erfolgreich nutzen.
- KI beginnt nicht mit Algorithmen – sondern mit einem integrierten Unternehmenssystem.
Digitale Souveränität beginnt bei der Systemarchitektur
Der Beitrag von Kaymogyn auf der DIGITAL+ Konferenz machte sichtbar, was viele Unternehmen unterschätzen: Wettbewerbsfähigkeit beginnt bei der Systemarchitektur. Nicht mit KI, nicht mit einzelnen Tools – sondern mit integrierten Prozessen, konsistenten Daten und einer klaren Systemarchitektur.
Gerade für mittelständische Unternehmen bedeutet das mehr als Effizienzsteigerung. Es geht um digitale Souveränität – also um die Fähigkeit, Daten, Prozesse und Wertschöpfungsketten selbstbestimmt zu steuern, Abhängigkeiten von fragmentierten Insellösungen zu reduzieren und auf offene, zukunftsfähige Technologien zu setzen. Die Open-Source-basierte Business-Software Odoo leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, weil sie Transparenz, hohe Anpassungsfähigkeit und langfristige technologische Unabhängigkeit ermöglicht.
Kaymogyn hat diesen Weg konsequent eingeschlagen. Mit Odoo als integrierter Plattform, konzipiert und umgesetzt gemeinsam mit Odoo Gold Partner Intero Technologies, entsteht eine technologische Basis, die Wachstum ermöglicht und zugleich die Voraussetzung für den wirksamen Einsatz von KI schafft. Denn nur wer seine Daten, Prozesse und Systeme selbst kontrolliert, kann KI verantwortungsvoll, sicher und wirtschaftlich sinnvoll einsetzen.